access all areas >> Audiobeitrag zu Repression und Verdängung

Anläßlich des von der Roten Flora in Hamburg ausgehenden Aktionstages, gab es am 17.12. auch in Wien einige dezentrale Aktionen.
Unter dem Motto: i bleibt unverträglich ! fand in Wien eine alternative Radrundfahrt statt. Die erste Station war das Amerlinghaus, anschließend gings weiter zum Westbahnhof wo es einen kurzen Input zu der vor einigen Jahren nun auch in Wien gestarteten Bahnhofsoffensive gab, im nächsten Beitrag gings um Sexarbeit und die prekäre Situation der betroffenen Sexarbeiter_innen, aufgrund Nässe und Kälte wurde der Audiobeitrag zur Verdrängungspolitik am Karlsplatz imKaleidoskop abgespielt, nach kurzer Aufwärmpause ging es weiter zur letzten Station zwischen den Museen am Theresienplatz wo ein weiterer Audiobeitrag zum Thema betteln zu hören war

Den Audiobeitrag zur Verdängungssituation am Wiener Karlsplatz ist hier verlinkt:
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Einen ausführlichen Bericht zum Aktionstag und weitere Audiobeiträge sind hier zu finden

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Recht auf die Stadt! Kinoabend gegen Repression am Karlsplatz

Do. 28.10. 19hAula der Akademie der bildenden Künste

im Rahmen von:


Die Nutzung des öffentlichen Raumes wird für viele Personen erschwert und für bestimmte Gruppen von Menschen unmöglich gemacht. Nicht zuletzt seit 1. Juli 2010 sind auch Personen die sich am Karlsplatz in Wien aufhalten, vor allem Drogenbenutzer_innen einer massiven Verdrängungspolitik ausgesetzt.

Beim Filmabend Recht auf die Stadt! Wird’s reichlich Platz für die Auseinandersetzung mit den Themen Gentrifizierung/öffentlicher Raum/Freiraum/ Drogenpolitik geben

*anschließende Diskussion erwünscht*

mit Wanderausstellung Vokü und Solicocktails ab 20h

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Straßenfest Amerlinghaus

Am 1. Oktober hat das Bündnis Platz.da, dort wo das Amerlinghaus bleibt,  zum Straßenfest aufgerufen. Überwachung, Nächtigungs-gebühr, Einsparungen, soziale Normierungen & Gentrifizierung sollen thematisiert werden. Bunt & fein mit verschiedensten Infoständen, Volxküche und (zumindest physisch anwesendem) Soundsystem. Wir von der LISA waren unterstützend für Inkono anwesend sowie ebenso das Bündnis gegen die Räumung des Karlsplatzes .

So konnte die mittlerweile erweiterte Wanderausstellung zu den Vertreibungen am Karlsplatz wieder einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir konnten mit vielen kritischen Geistern Gespräche führen, sie mit Infomaterial versorgen und sie auf kommende Aktionen aufmerksam machen. Die Wanderausstellung gibts übrigens bald im WUK zu sehen und in der Akademie der bildenden Künste ist ein Kinoabend zum Thema geplant.

Der Kampf für den Erhalt der Kostenfreiheit für Notquartiere, der von INKONO initiert und von uns unterstützt wird, war ein weiterer Schwerpunkt unseres Infostandes. Die Passant_innen empfanden durchwegs auch, dass es sich bei der neuen Idee „unserer“ Sozialstadträtin um eine Frechheit ersten Ranges handelt und unterzeichneten bereitwillig die aufgelegte Protestnote.

Der Schweinereien nicht genug, erreichte uns nachher die Nachricht, dass eine Partybesetzung in der selben Nacht von der Kiwarei mittels Gewaltübergriffen, Hundestaffel und zwei Verhaftungen angegriffen wurde. Ein weiterer Beleg dafür, wie nötig unser aller Aktivismus und wie nötig ein Haus zum Organisieren dafür ist. AMERLINGHAUS BLEIBT!

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Aktionstag gegen die Karlsplatz“Säuberung“

flugiWann: Samstag, 17. Juli 2010 ab15 Uhr

Wo: Karlsplatz / Resselpark

Als Teil dieses Bündnisses rufen wir alle auf die Anliegen nach Mitteln und Möglichkeiten zu unterstützen.

Mit 1. Juni 2010 ist das erneuerte Wiener Landes Sicherheitsgesetz in Kraft getreten. Die damit verbundene Ausweitung der Polizeibefugnisse für den öffentlichen Raum, richtet sich hauptsächlich gegen Gruppen, die nach einer “objektiven” Norm nicht ins öffentliche Bild passen. Mit 1. Juni 2010 hat auch ein Großaufgebot an Polizei angefangen die sogenannte Drogenszene vom Karlsplatz zu vertreiben. Zusätzlich wurde beschlossen den Spritzentausch des Projekts streetwork zu schließen. Offizielle Begründung, der Umbau des Karlsplatzes. Dass die Passage des 2006 frisch renovierten Streetwork-Projekts nicht von den Umbauarbeiten betroffen ist, scheint für die „Verantwortlichen“ unerheblich. Denn im Oktober 2010 finden die Wiener Landtagswahlen statt. Während ÖVP und FPÖ seit langem schon gegen die User_innen vom Karlsplatz hetzen, scheint nun auch die SPÖ darauf zu setzten, sozialen Frieden nicht mehr erkaufen zu wollen, sondern durch den staatlichen Kontrollapparat herbeizuführen.

and the speed goes on

Schnell ging auch der Umbau des zuständigen Drogenhilfssystems des Vereins Wiener Sozialprojekte (VWS) einher. Ohne Einbindung der Basishackler_innen, geschweige denn der User_innen wurden binnen kürzester Zeit langjährig erfolgreiche Projekte „umstrukturiert“ und neue gegründet. Den bisherigen Höhepunkt stellt die Schließung des Spritzentausches, am Karlsplatz dar, der direkt an die Szene angebunden war. Die Weiterführung von mühsam, über Jahre aufgebauter Betreuungsverhältnisse scheint nun äußerst fraglich, die negativen Auswirkungen bekommen die User_innen zu spüren. Die Erwartung der „Verantwortlichen“, dass sich die bisher 4500 tgl. getauschten Spritzen in das neue Projekt “TaBeNo” verlagern, hat sich bisher nicht bewahrheitet. Weder die Entsorgung gebrauchter, noch die Versorgung mit sterilen Spritzen scheint derzeit gesichert. * *

Das Recht den öffentlichen Raum zu benützen gilt anscheinend nicht für alle Personen gleichermaßen. Weitergeführt wird diese Repression durch einen Sprachgebrauch („Säuberung“ und „bereinigen“)  seitens des Wiener Drogenkoordinators, der klar macht, was Politik & Exekutive von den Betroffenen halten. Dass hier offen gegen eine Gruppe von Menschen gehetzt wird, ist ein weiterer Beleg für den momentan herrschenden Populismus.

Trotz Maulkörben für Sozialhackler_innen und trotz täglicher Repression gegen die Konsument_innen konnte eine öffentliche Debatte nicht unterdrückt werden. Proteste und Aktionen haben in letzter Zeit stark zugenommen. Auch wir, das Bündnis gegen die Räumung des Karlsplatzes, wollen unseren Beitrag leisten und rufen alle Betroffenen und Solidarischen dazu auf am Samstag, dem 17. Juli ab 15 Uhr in den Resselpark zu kommen und sich zu solidarisieren.

Wir sprechen uns gegen die Zerschlagung eines (über-)lebenswichtigen Hilfssystems und gegen jede Form von polizeilicher Repression gegen Drogen konsumierende Menschen aus. Wir verurteilen jede Illegalisierung und Kriminalisierung von Drogenkonsument_innen. Wir unterstützen hingegen eine selbstbestimmte Organisierung der User_innen und fordern eine Bereitstellung von Infrastruktur und Finanzmitteln durch das Drogenhilfssystem.*

Wir verurteilen die Repression durch die Sprache („säubern“ & „bereinigen“) des öffentlichen Diskurses. Wir verurteilen die verantwortungslose Gefährdung von User_innen, Passant_innen und Anrainer_innen, die von den „Verantwortlichen“ aufgrund der Schließung des Spritzentausches am Karlsplatz herbeigeführt wurde.* *  Wir fordern öffentlichen Raum, Gesundheitsversorgung und ein freies Leben für alle. Wir sind solidarisch und lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.

Wir sprechen uns gegen die Fremdbestimmung von oben aus, mit der derzeit über die Betroffenen hinweg administriert wird. Wir verurteilen Maulkörbe für die Basis in den Drogenprojekten und fordern einen offiziellen und praktischen Verzicht auf Sanktionen gegenüber kritischen Sozialhackler_innen seitens der jeweiligen Geschäftsführungen. Wir treten für eine Diskussion ein, die getragen wird von den jeweils Betroffenen und den Expert_innen vor Ort. Eine Diskussion, die einen fortlaufenden und offenen Prozeß abseits von parteipolitischen Interessen eröffnet und bedürfnisorientierte Lösungen ermöglichen kann.* * *

Bündnis gegen die Räumung des Karlsplatzes

buendnis_karlsplatz[at]riseup.net

*  hierbei könnten die Starken Süchtigen www.starkesuechtige.at oder die JES-Gruppen www.jes.aidshilfe.de als Vorbild dienen

* *  durch den Spritzentausch am Karlsplatz konnten tgl. 4500 gebrauchte Spritzen entsorgt und gegen  neue, sterile Spritzen getauscht werden. Da diese Möglichkeit nicht mehr besteht, ist die Gefahr, dass Spritzen mehrfach benützt und dann irgendwo entsorgt werden stark vergrößert worden. Das ist das Gegenteil einer guten HIV- und Hepatitis C-Prävention.

* * *  das beinhaltet eben auch Themen wie z.B. Diamorphinbehandlung, Konsumräume, iv-Substitution usw.

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